Osteopathie oder physiotherapie
wo liegt der unterschied?
Beide Berufe arbeiten mit den Händen und haben das Ziel, Beschwerden zu lindern.
Trotzdem unterscheiden sich Denkweise und Vorgehen.
Physiotherapie: Physiotherapie ist eine staatlich anerkannter Heilberuf mit einer festen Ausbildung.
Sie setzt häufig auf Training, Bewegungsübungen, Kräftigung, Gangschulung und Techniken wie Massage oder manuelle Therapie. Sie ist oft ärztlich verordet und besonders wertvoll, wenn es darum geht, Kraft, Ausdauer und Bewegungsabläufe gezielt aufzubauen, vor allem nach Operationen oder Verletzungen.
Osteopathie: Anders als bei der Physiotherapie, benötigt man, um osteopathisch behandeln zu dürfen, eine Heilpraktikererlaubnis.
Die Osteopathie betrachtet den Körper als zusammenhängendes System. Muskeln, Gelenke, Faszien, Organe und Nervensystem stehen in Wechselwirkung. Der Osteopath oder die Osteopathin sucht nach Funktionsstörungen, die einen Zusammenhang mit Ihren Beschwerden haben könnten, und behandelt mit sanften manuellen Techniken.
Dabei gilt: Wo der Schmerz sitzt, muss nicht immer zwingend der Ursprung liegen, deshalb wird bei der Osteopathie der gesamte Körper als eine Einheit betrachtet, um mögliche Zusammenhänge zu erkennen und zu behandeln.